Das Forschungsinstitut für schnellwachsende Baumarten, hervorgegangen aus dem 1947 gegründeten Institut des Deutschen Pappelvereins in Brühl, ist ein interdisziplinär arbeitendes Institut, das sich mit allen Fragen des Anbaus und der Verwendung von schnellwachsenden Baumarten sowohl theoretisch als auch praktisch auseinandersetzt.
In diesem Sinne umfaßt die Gruppe der "schnellwachsenden Baumarten" Pappeln, Aspen, Weiden, Birken, Erlen, Robinie und auch einige Nadelbaumarten.
Vordringlichste Aufgabe der Gründungszeit war die Sortenidentifikation bei den Schwarzpappelhybriden. Damit konnte die Starkholzerzeugung in den Flußtälern auf eine sichere Grundlage gestellt werden.
Beim Anbau schnellwachsender Baumarten kommt der Auswahl geeigneter Herkünfte und Sorten die entscheidende Bedeutung zu. Die Sortenprüfung ist deshalb bis heute Arbeitsschwerpunkt des Institutes geblieben.
Mit der Ausdehnung des Baumartenspektrums auf Grau-, Balsam- und Zitterpappeln wurden zwischenzeitlich auch grundwasserferne Standorte im Wald wie auch auf landwirtschaftlichen Flächen in die Arbeit einbezogen.
Erste Versuche in Deutschland mit schnellwachsenden Baumarten im Kurzumtrieb zur energetischen Verwertung wurden bereits 1976 angelegt. Dieser Themenkomplex wird weiterhin betreut. Ein Gesamtkonzept vom Anbau bis zur Verwertung der erzeugten Holzbiomasse wurde erarbeitet.
Heute ist das Forschungsinstitut für schnellwachsende Baumarten eine Schnittstelle zwischen Forstwirtschaft, Landwirtschaft, und der verarbeitenden Industrie mit dem Ziel, den Anbau des nachwachsenden Rohstoffes Holz auch außerhalb des Waldes zu steigern. Dabei kommt der Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten für den erzeugten Rohstoff eine besondere Bedeutung zu.
Träger des Institutes ist der gemeinnützige Förderverein für nachwachsende Rohstoffe e.V. Die Ergebnisse aus wissenschaftlicher und praktischer Arbeit stehen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
© Forschungsinstitut für schnellwachsende Baumarten
Letzte Änderung am:
Die Aug 19 18:23:33 CEST 2003